
Die goldenen Inseln, wie die Ile d´ Hyéres auch genannt werden, gelten als einer der bezauberndsten Flecken im westlichen Mittelmeer. Vielleicht sind sie deshalb seit Jahrhunderten so heftig umkämpft. Die ersten Inselbewohner hatten unter den dauernden Angriffen von türkischen und maurischen Piraten zu leiden. Erst Richelieu und später Napoleon, setzten der Piratenplage ein Ende. Während dieser Zeit wurden die zahlreichen Befestigungsanlagen errichtet, die heute noch die Inseln überziehen.
Heutzutage werden die Goldenen Inseln von Fischern, Touristen, der Marine National und nicht zu vergessen den Nudisten von Heliopolis beherrscht. Letztere teilen sich mit der französischen Marine die Ile Levant, die östlichste der Inseln. Außer der Nudistenhauptstadt Heliopolis ist die Insel militärisches Sperrgebiet. Port Cros, das mittlere Archipel steht vollständig unter Naturschutz. Außerhalb des Inselhafens findet man hier nur unberührte Natur, ein Paradies für Botaniker und Hobbygeologen. Anders Porquerolles, größte und besiedeltste der Ile d´ Hyéres. Sie bietet etwas für jeden Geschmack- einsame Ankerbuchten, Weinberge, historische Bauten sowie einen belebten Hafen mit Restaurants und Geschäften.
St.Tropez, in
der Vergangenheit ein unbedeutendes Fischerdorf, entwickelte
sich in den 60er Jahren zum Partyzentrum der Prominenten.
Hans Sachs, Brigitte Bardot, die heute noch hier lebt
und nicht zuletzt die "Gendarmen von
St. Tropez" machten den Ort weltberühmt. Heute
ist der Ruhm etwas verblasst und nur die Nobelyachten
und teuren Limousinen im "Vieux Port" geben einem eine
Vorstellung vom ausschweifenden Lebensstil der oberen
10000. Heutzutage bestimmen hauptsächlich Touristen
das Bild des Ortes. Trotz allem ist St. Tropez immer
eine Reise wert, der Ort hat sich seinen mediterranen
Charme erhalten und die Umgebung lädt zu ausgeprägten
Spaziergängen ein. Kunstfreunden ist eine sehenswerte
Gemäldesammlung in der ehemaligen Kapelle
L´Annonciate zu empfehlen. Hier werden die Werke
bekannter französischer
Maler ausgestellt, die zeitweise in St. Tropez gelebt
haben. Außerdem kann man das Schiffahrtsmuseum
im Osten der Stadt besuchen. Von hier hat man einen
herrlichen Ausblick auf das Meer und die Berge des
umliegenden Mauren Massivs.